Übergabe HLF

Pressebericht zur Übergabe des neuen HLF 10

Neues Feuerlöschfahrzeug an die Eisinger Wehr übergeben

Uebergabe HLF10

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Bürgermeister Thomas Karst (Bildmitte, links) übergab symbolisch das Nummernschild für das neue HLF an Kommandant Marcel Kröner. Mit dabei Kreisbrandmeister Carsten Sorg und Fachberater Marcus Frank (von links) sowie die Mitglieder des Beschaffungsarbeitskreises.

Ein großer Tag für die Freiwillige Feuerwehr Eisingen, der coronabedingt allerdings nur im kleinen Rahmen gefeiert werden konnte: Bürgermeister Thomas Karst übergab mit der symbolischen Überreichung des Nummernschildes „PF-FW 1157“ an Kommandant Marcel Kröner offiziell das neue Löschfahrzeug HLF 10 der Eisinger Wehr. Mit dabei waren Kreisbrandmeister Carsten Sorg, der Fachberater für Feuerwehrfahrzeuge Marcus Frank aus Schömberg und die Feuerwehrangehörigen, die sich in einem extra gebildeten Ausschuss mit der komplizierten Materie rund um die Ausstattung und Beschaffung des Fahrzeuges befasst haben.

Karst würdigte den intensiven Einsatz der Arbeitsgruppe, die mit ihrer Sachkenntnis maßgeblich dazu beigetragen habe, dass heute „ein maßgeschneidertes und auf die Bedürfnisse der Eisinger Wehr zugeschnittenes Löschfahrzeug“ mit allen notwendigen Einsatzgeräten übergeben werden kann. Die Fahrzeugbeschaffung musste europaweit ausgeschrieben werden. Deshalb wurde der Ausschuss bei der Erstellung des Leistungsverzeichnisses von Fachberater Marcus Frank unterstützt.

Bei der Auftragsvergabe für den Vierzehntonner mit Allradantrieb im Juni 2019 ging das Los 1 für das Fahrgestell an die Firma MAN, das Los 2 für den Fahrzeugaufbau an die Firma Magirus und das Los 3 für die Ausstattung an die Firma Bastian. Die Güte der Ausschreibung zeigte sich auch im Endpreis des Fahrzeuges, was auch Kreisbrandmeister Carsten Sorg bestätigte, der auch für die Zuschussgewährung aus Mitteln der Feuerschutzsteuer des Landes zuständig war. Die Gesamtvergabesumme lag bei 407.200 Euro, der abgerechnete Endpreis des Fahrzeuges lag mit 395.700 Euro etwas günstiger. Dazu bekam die Gemeinde einen Landeszuschuss in Höhe von 90.000 Euro.

Wie Kommandant Kröner erläuterte, ersetzt das neue Einsatzfahrzeug HLF 10 das bisherige 30 Jahre alte LF 8/6 aus dem Jahr 1991. Eine Löschgruppe mit neun Feuerwehrangehörigen hat im Führerhaus Platz. Statt bisher 600 Liter Wasser führt das neue Fahrzeug im Tank 2.000 Liter Wasser mit, das beim Erstangriff für etwa acht bis zehn Minuten reicht. Bis dahin muss die Löschwasserversorgung aus dem Wassernetz oder einer anderen Quelle stehen. Die Feuerlöschpumpe auf dem Fahrzeug kann dann bis zu 2.700 Liter Wasser pro Minute an den Brandherd schicken. Rund 550 Meter B- und C-Schläuche stehen dafür zur Verfügung. Auch die Ausrüstung für sechs Atemschutzträger ist jetzt direkt an Bord. Neben der Brandbekämpfung sind an Bord des Fahrzeuges auch Gerätschaften für Hochwasserereignisse und zur Beseitigung von Sturmschäden. Ein ausfahrbarer Lichtmast mit 10.000 Watt LED-Ausrüstung sorgt für die Ausleuchtung des Einsatzortes.

Kommandant Marcel Kröner bedankte sich für die langjährige Unterstützung durch Bürgermeister Karst und durch den Gemeinderat, der bereits Ende 2017 die Weichen für die Beschaffung des neuen Fahrzeuges gestellt habe. Sein Dank ging auch an den Enzkreis und den Kreisbrandmeister, woher rechtzeitig das positive Signal für die Zuschussgewährung gekommen war. Wie Karst und Kröner versprachen, soll es nach Corona eine Einweihungsfeier für das neue Eisatzfahrzeug im Rahmen eines Tages der offenen Tür geben.

Text und Foto: Schott

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